Kurz
vor unserem Start kam ein starkes Gewitter und es regnete ähnlich,
wie wenn man unter der Dusche stehen würde. Die UCI kürzte
das Rennen auf sechs Runden. So wechselte ich meine Pneu Wahl vom Schwalbe
Rocket Ron zu
dem altbewährten Jimmy vorne und dem Nobby Nic hinten.
Um 14.30 ging es los. Der Start war eine einzige Schlacht. Und dann passierte
es; etwa um den 30. Platz schlug mein Wechsler in dem Platzkampf auf einen dünnen
und klein abgesägten Baumstumpel auf. Meine Kette schlug es aus der Rolle
und aus dem Gehäuse. Im Kampf merkte ich es zuerst nicht, doch dann hielt
ich an. Nahm meine Kette auseinander, Klemmte meinen Wechsler wieder mit den
Händen zusammen und setzte die Kette ein. Im letzten Platz fuhr ich weiter.
Sogar hinter den Motorradfahrer. In der Abfahrt kam noch dazu das die Gänge
nicht gingen, da das Ausfallende auch noch ein bisschen verbogen war. Zum 2.
Mal hielt ich an und bog es gerade. Als letzter überquerte ich die Ziellinie
in der ersten Runde…Mir machte es Spass im Schlamm zu fahren und fuhr als
Training weiter. Ich überholte Fahrer um Fahrer, doch in der Abfahrt und
in den technischen Passagen kam ich kaum vorbei.
Nach der 3. Runde hatte ich schon 40 Fahrer überholt und ich kam in die
UCI Punkte. Dieses motivierte mich sehr und ich legte den Turbo ein. In der 4.
Runde fuhr ich die 12. beste Rundenzeit. In der 5. die 11. Beste und in der letzten
sogar die 8. Beste. Ich belegte nach dieser Aufholjagd im Ziel den 29 Rang – mein
2. Bestes Weltcupresultat. Und zur Belohnung konnte ich wieder aufs Podium der
U23 Kategorie stehen.” |