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N° 09-27 / 30.09.2009
Erfolgreiche Marathon-Rennen von Sarah Koba und Martin Fanger am Iron-Bike in Einsiedeln, Ivan Planzer beendet Karriere


Die Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Nichts desto Trotz zeigen sich Sarah Koba und Martin Fanger immer noch in sehr guter Form. Beide bestritten das Abschlussrennen der Schweizer Marathon Rennserie IXS-Swiss-Bike-Classic in Einsiedeln. Martin Fanger konnte fast bis Rennhälfte mit der Spitze mithalten und erreichte am Ende den überraschenden 4. Rang. Sarah musste sich nur von der Marathon-Spezialistin Erika Dicht geschlagen geben und belegte den 2. Rang.

Hier der Rennbericht von Martin Fanger:

” Zum zweiten mal startete ich dieses Jahr an einem Mountainbike Marathon. Am Iron-Bike in Einsiedeln hatte ich 101 Kilometer zu bewältigen. Die Strecke war nicht gerade für mich zugeschnitten, da sie von sieben Abfahrten nur eine technisch schwierige Abfahrt hatte.Das Rennen war über die ersten flachen Kilometer eher langsam, da niemand die Führungsarbeit leiste wollte. Doch dann, drückte Urs Huber auf das Gas. In den ersten zwei Aufstiegen konnte ich mitziehen, doch danach musste ich abreissen lassen. In den Abfahrten konnte ich nicht wieder aufschliessen. So entwickelte sich eine fünfer Gruppe. Im 4. Aufstieg drückte ich auf das Gas und zwei Fahrer mussten mich ziehen lassen. Auf der Fläche vor dem fünften Aufstieg harmonierten wir gut und konnte den sehr grossen Vorsprung von der Spitze ein wenig kürzen. Im längsten Aufstieg gab ich alles und holte zwei Fahrer ein. Und zwei Fahrer mussten mich ziehen lassen. Danach kam endlich eine Abfahrt die mir richtig Spass machte und liess es richtig krachen. Zum Schluss in den letzten 16 Kilometer musste ich noch zwei Anstiege bewältigen und war danach richtig glücklich als ich das Ziel erreichte. Ich war mit dem 4. Platz happy.”

 

Ivan Planzer beendet seine Karriere
Nach 8 Jahren Spitzensport, die Hälfte davon im Giant-Swiss-Team, beendet Ivan "Kylli" Planzer seine Karriere ende Jahr.

Hier seine eigenen Zeilen zum Rücktritt:
Nach 8 Jahren Spitzensport auf einem hohen Niveau, habe ich mich entschieden, Ende dieser Saison mit dem Spitzensport aufzuhören. Es sollte noch einmal eine tolle Saison 2009 werden, aber alles kam anders als geplant. Anstatt auf dem sportlichen Höhepunkt, muss ich meine Sportkarriere auf einem sportlichen Tiefpunkt beenden!! Für mich ist es eine ganze harte „Pille“ so meine Karriere zu beenden.

Ein kleiner Biss mit Grossen Auswirkungen

Im Herbst 2008 entschied ich mich, nochmals eine Saison zu absolvieren. Aber für mich war auch klar, dass es die letzte sein wird, und ich nochmals so richtig Gas geben will. Ich setzte mir meine Ziele und das Wintertraining lief optimal. Ich fühlte mich immer sehr gut und freute ich auf meine „Abschiedssaison. Im Januar 09 erlitt ich einen Zeckenbiss, aber nach dem entfernen des „unerwünschten Gastes“ schenkte ich diesem Biss keine Beachtung mehr. Anfangs April wurde ich auf einmal immer Müder und auch die Rennen liefen ungewohnt schlecht. Nach X erfolglosen Arztbesuchen fand man ende April die Ursache für meinen Leistungseinbruch. Tatsächlich war es der Zeckenbiss vom Januar der meinen Körper so stark schwächte.Trotz einer 6 wöchigen Pause und einem Wiederaufbau kam ich nie mehr an mein gewohntes Niveau, im Gegenteil ich erlitt immer wieder Rückfälle, die mich dann wider zu Pausen zwangen. Die Ärzte bestätigen mir dann auch, dass ich immer wieder so Rückfälle haben werde, solange ich Spitzensport treiben werde. Und dann war für mich klar, dass ich meiner Gesundheit zuliebe Ende 2009 mit dem Spitzensport aufhören werde.

Spitzensport als tolle Lebensschule

Anstatt auf einem Top Niveau meine Sportkarriere zu beenden zwingt mich so ein kleines Tierchen in die Knie und lässt meine Karriere auf einem Tiefpunkt zu ende gehen. Ein ganz Harter Abschied vom Spitzensport wie ich es mir nie wünschte. Aber es ist jetzt halt so und ich muss mich mit dieser Situation abfinden. Trotzdem schaue ich auf eine tolle Zeit im Spitzensport zurück. Eine Zeit die mich sehr prägte, und mir sehr viel für meine Zukunft bringt. Für mich persönlich war es eine sehr gute Lebensschule.

Was bringt die Zukunft?
Nach dem für mich der Rücktritt feststand, war für mich auch klar, dass ich eine neue Herausforderung suche. Ich befasste mich sehr Intensiv mit meiner Zukunft und habe mich dann entschlossen, die Ausbildung zum Rettungssanitäter zu absolvieren. Mit Grosser Freude habe ich die Zusage vom Kantonspital Uri erhalten, dass ich die 3 jährige Ausbildung zum Rettungssanitäter HF hier in Altdorf absolvieren darf.

GROSSES DANKESCHÖN

In all den letzten Jahren durfte ich auf die Unterstützung ganz vieler Sponsoren und Personen zählen. Dank dieser Unterstützung konnte ich mich sehr Intensiv und Professionell auf den MTB Sport konsentrieren. Ich hatte auch immer ein super Umfeld und eine Lebenspartnerin die mich immer und in jeder Situation zu 100% Unterstützten.
Ich möchte mich bei allen Personen und Sponsoren für die tolle Unterstützung in den letzten Jahren recht herzlich bedanken. Ich weiss, ohne euch hätte ich den Spitzensport nie so Leben können wie ich es konnte.

Ich wünsche für die Zukunft nur das aller beste und freue mich auf ein baldiges wieder sehen.

Mit den aller besten Grüssen
Kylli

Co-Sponsoren
Materialsponsoren
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